Mit Wehmut denkt manch einer an seine Plattensammlung, die, liebevoll in den 70er- oder 80er-Jahren angelegt, ein kümmerliches Dasein auf dem Dachboden fristet. Polyvinylcholorid - kurz Vinyl - hieß das Material der schwarzen Scheiben, auf dem einst Hits verewigt wurden. Es wird kolportiert, dieses Vinyl erzeuge einen Klang, dessen Lebendigkeit, Wärme und Natürlichkeit jeden modernen Tonträger inden Schatten stellt. Wer mit den superben Klangeigenschaften der Schallplatte weiter sein Ohr liebkosen möchte, dem bietet sich der puritanische "RP1" als Einsteigermodell in die Zeitreise zu den Sounds von gestern. Konzentration aufs Wesentliche ist angesagt mit Riemenantrieb, zeitlosem Design, vibrationsarmem Synchronmotor und Wechsel von 33 auf 45 Umdrehungen durch Umlegen des Treibriemens. Der neu konzipierte Tonabnehmer mit sorgfältig von Hand gewickelten Spulen ruht in einem Präzisionsgehäuse aus Polymer Pocan, das steifer und leichter als Aluminium ist. Der Tonarm wurde aus einem StückAluminiumrohr gegossen, dessen unregelmäßige Wandgeometrie unerwünschte Resonanzen unterbindet. Anstecken und spielen ist die Devise. Das Chassis bildet eine 20-mm-MDF-Platte, auf der ein Plattenteller mit Filzauflage rotiert. Der Teller besteht aus nostalgischem Bakelit, einem Kunststoff auf Basis von Phenolharz; er ist äußerst verwindungssteif, resonanzarm, robust und hebt sich wohltuend vom Plastik der heutigen Zeit ab. Produktion fast aller Einzelteile und der Zusammenbau erfolgen in Großbritannien, nur der Tonabnehmer kommt aus Dänemark, der Motor aus Osteuropa. Herstellergarantie: 10 Jahre. Maße: 44,5 x 36,5 x 11,5 cm. Gewicht: 4,1 kg.