Mit dem Laufrad, das Freiherr Karl Friedrich von Drais anno 1817 erstmals vorstellte, hat das Waldmeister-Rad nur eines gemein: Damals wie heute besteht der Rahmen aus Holz. Im Gegensatz zur Draisineist das Waldmeister-Rad bewegtes Design, technisch perfekt entwickelt und handwerklich einwandfrei gearbeitet. Das brachte 2007 den ISPO Brand-New Award, eine Red-Dot-Design-Award-Auszeichnung und die Nominierung für den Sports Design Award von VOLVO. Der Deutsche Markus Wallmeyer hat es entwickelt, in Bayern wird das Fahrrad gebaut. Dabei ist der Einsatz von heimischem Holz keineswegs reine Nostalgie: Der aus 96 feinsten Buchenholzschichten gearbeitete Rahmen ist in seinem eleganten Schwung technisch so manchem Hightechmaterial überlegen. Der exakt berechnete Bogen des besonders stabilen, dreifach lackierten Rahmens dämpft Stöße ähnlich ab wie eine Blattfeder. Und wie beim Auto die Metalliclackierung, so ist beim hölzernen Fahrradrahmen die oberste Holzlage speziell gearbeitet: Da wird besonders schön gemasertes Palisander aufgelegt, hauchdünn und selbstverständlich FSC-zertifiziert. Weil Holz allein nicht fährt, ist das Waldmeister-Rad mit exzellenten Komponenten bestückt.
Carbonfelgen und -gabelDie in Österreich gefertigten 26-Zoll-Carbon-Laufräder (Carbon/Schwalbe Stelvio 28-559) von Xentis Kappa für das Holzrad gewinnen regelmäßig Vergleichstests. Sie entstehen in einem aufwendigen Arbeitsgang, der Fugenstellen vermeidet. Das Material dämpft Vibrationen und sorgt für einmaligen Fahrkomfort, die Bestückung erfolgt mit Schwalbe-Reifen. Der Lenker aus Aluminium mit glasgestrahlter Oberfläche sitzt auf dem bewährten Chris-King-Steuersatz auf einer Carbongabel mit hervorragenden Steifigkeitswerten. Die Handgriffe von Brooks sind mit naturgegerbtem Leder bespannt und deshalb bei jeder Temperatur angenehm zu greifen. Den Griffabschluss bildet selbstverständlich ein Holzknopf. Carbon stützt auch den Sattel und den liefert Brooks aus England, seit 130 Jahren Inbegriff für Fahrradsättel bester Qualität. Dieses anatomisch geformte Modell wird von Titanstreben gehalten. Die Sattelaufnahme aus Aluminium ist in den Holzrahmen eingelassen.
Hydraulische BremseGebremst wird das Holzfahrrad mit einer hydraulischen Scheibenbremse (5-Disc-Brakes) von Avid, der Spitzenklasse aus Colorado Springs, USA. Die Bremsbeläge stellen sich nach und gleichen so den allmählichen Verschleiß automatisch aus.
2-Gangschaltung mit FersendruckDer Schlumpf-speed-drive mit seinem innovativen Design erweitert das Waldmeister-Rad um einen Gang, der durch einen leichten Druck mit der Ferse schnell und einfach gewechselt wird. Die üblichen Verschleißteile wie Schaltzüge, Hebel und Umwerfer entfallen durch den Einsatz eines extrem haltbaren und effizienten Planetengetriebes. Das Kettenblatt mit seinen 36 Zähnen ist aus Aluminium geschmiedet und für besonders lange Haltbarkeit anodisiert, der Tretlagerbereich durch einen Multiplex-Einsatz verstärkt. VP-Bärentatzenpedale zeichnen sich durch die breite, rutschsichere Auflagefläche aus.
Das Waldmeister-Rad ist gewiss kein kompromissloses Hochleistungs-Sportgerät, was den Erfinder aber keineswegs stört. "Dafür gibt es genügend andere Bikes", meint er. Für ihn ist sein Rad "Transportation Design" in reinster Form, ein Prestigeobjekt, mit dem man Spaß hat. Also wohl etwas für Menschen mit Design-Bewusstsein, denen nicht egal ist, worauf sie beim Radfahren sitzen. Da jedes Rad nur auf Auftrag gefertigt wird, muss mit Lieferzeiten von 6-8 Wochen gerechnet werden. Länge: 178 cm, Lenkerhöhe: 101 cm, Lenkerbreite: 70 cm, Sattelhöhe: 84 bis 115 cm, ideal für eine Körpergröße von 170 bis 185 cm, max. Belastung: 85 kg. Gewicht: 12,1 kg.